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Kate Nash *Dickhead*

Lets call these days a myth

Das große Motto heute, jetzt und hier: Aufarbeitung… mein kleines Notebook hat sich über die vergangenen paar Tage gefüllt und so muss noch mal wieder berichtet werden… für den eigenen Seelenfrieden, gegen das schlechte Gewissen, an euch.

Wie ich mich vom Kapitalismus kaufen lies
Inzwischen ist es auch schon wieder über eine Woche her, dass die Cousine meines Vaters unser Haus verließ und in ihr eigenes in den Vereinigten Staaten von Amerika zurückkehrte… Ein Drama in vielen, vielen Akten und eine Zerreißprobe war das für alle Beteiligten in diesem Haus, aber da mussten wir nun einmal durch. Die einen knallhart und ohne Entrinnen (Oma und Mutti; Andy Borg an Silvester ist nicht mehr lustig) und die anderen locker, flockig (Vati) und wieder andere fanden ihr Heil in freundschaftlicher Asylpolitik (Danke Anni!!!).
Wenn ich jetzt so zurückblicke, kann ich sagen, dass ich für den Stress, denn die „rüstige Rentnerin“ (so würde RTL das formulieren) bei mir so ausgelöst hat auch noch mehr als entschädigt wurde…, wie sollte es anderes sein, als mit Geld! Quasi mit dem gesamten „Eurogeld“, was sie an ihrem Abreisetag noch übrig hatte. Von ihrem Portmonee wanderte dieses Geld in meine Tasche. Rückblickend war somit ihr Besuch also doch einigermaßen erträglich und irgendwie wohl auch lohnenswert für mich.
Dennoch sollte sie nicht all zu schnell wieder kommen.

Anni, a Schweizer, Adidas, Atemnot und andere Peinlichkeiten
Zufluchtsort war nicht nur die Casa Anni, sondern auch Anni an sich und da die gerade Besuch von einem Schweizer Freund, dem Marco hatte, traf es sich ganz gut, um auch mal aus der Butze rauszukommen. Also ab Sightseeing nach Berlin… ha ha, denkste Puppe, geendet hat der Spaß in einer ausgedehnten Shoppingtour, nichts mit Kulturprogramm… obwohl Shopping hat ja auch was mit Kultur zu tun: angefangen am Alex und geendet auf der Tauentzienstraße.
Witzigste Situation: unabhängig voneinander gehen wir drei in die Umkleidekabine eines schwedischen Modegeschäfts, also jeder hatte vorher so für sich rumgetüdelt und wusste nicht wo die anderen gerade sind. Wir also irgendwo da in der Umkleidekabine, es ertönt Annis Stimme, es ertönt Marcos Stimme, alle drei reißen die Türen auf und treten in freshen Klamotten heraus. Alle drei nebeneinander… eine Szene wie im Film… Wir haben die Sachen gegenseitig für gut befunden und gekauft, was das Portmonee hergab.
Danach lud uns Marco noch auf türkische Mittagsspezialitäten ein… Anni und ich wären fast gestorben, als uns einer der Imbissbuden Menschen mit einem so stechenden Blick anschaute, dass wir eigentlich hätten tot umfallen müssen… bitter böse!
Weiter ging es dann Richtung Bahnhof Zoo. Und was braucht man/frau außerdem zum Glück? Wie immer, Schuhe natürlich (nein, diesmal keine Tasche)!!! Schuhe… dabei wollte ich gar keine, die Einzige, die Schuhe wollte war Anni und so standen wir im Adidas Store und Anni war ganz hin und her gerissen von zwei Paar Schuhen, währenddessen ich schon ganz verliebt in das eine Paar davon war… das musste ich natürlich auch groß kundtun a la „Boah, die sind ja mal so schick, ich würde die ja sofort ohne zu diskutieren kaufen… auch wenn sie vielleicht etwas (zu) schmal geschnitten sind!“. Die schlagfertige Verkäuferin meinte dann nur: „Na warum nimmst du sie dann nicht?“. Da war ich dann sprachlos und musste die Teile anprobieren (es gab sie in meiner Größe, was sehr sehr selten ist, bei Markendamenschuhen), um mich noch mehr in sie zu verlieben… Liebe und kein Geld (meine Großcousine war noch nicht abgereist) funktioniert nur leider nicht, aber das ist ja nichts neues, dass ich über meine Verhältnisse lebe… also entschied ich mich zum Kauf der Teile, 30% Rabatt sind eben doch unschlagbar. Marco hatte inzwischen einfachere Entscheidungen zu treffen, als Anni und ich, er hatte sich ratzifatzi zu einem Paar schwarzer Turnschuhe hinreißen lassen. Er war ja schließlich im Urlaub und man gönnt sich ja sonst nichts! (übrigens der meist gesagte Satz dieses Ausflugs) Anmerkung: Marco und ich wollten keine Schuhe kaufen. Wir hatten unsere Entscheidung aber schon getroffen. Am Hadern war immer noch die Annili… aber auch sie war dann irgendwann überzeugt und so haben wir uns die gleichen wunderschönen Schuhe gekauft und verließen alle drei mehr oder minder mit einem schlechten Gewissen geplagt den Laden.
Doch unser Trip war da noch lange nicht zu Ende: wir landeten noch im KaDeWe und da wurde Marco und mir ganz angst und bange, als Anni unbedingt vom 5. Stock mit dem Glaslift runter fahren wollte, wir haben uns dann gedrückt und sind ausgestiegen, als das Teil ein Stockwerk höher hielt… nur leider fanden wir dort aus unersichtlichem Grund die Rolltreppe nicht… also mussten wir uns doch der Gefahr stellen und mit dem Glaslift fahren… mit schweißnassen Händen, geschlossenen Augen und Atemnot ging das auch einigermaßen, auch wenn Marco angesichts der absurden Situation, dass jemand dasselbe durchmacht wie er beim Fahrstuhl fahren, hysterisch lachen musste…
Peinlich auch noch, als ich für meine Großcousine den Altweiberduft „4711 echt kölnisch Wasser“ in der Drogerie meines Vertrauens kaufen musste… ich hab den Laden leer gekauft, weil die 10 Packungen Erfrischungstücher von dem Dreck haben wollte. Auch die wahren Worte an der Kasse: „Das ist nicht für mich!“, sorgten beim Verkäufer nur für Gelächter…
Und so endete ein shoppingreicher, wunderbarer Tag.
Fast, denn zurückgekehrt aus Berlin ging es noch in die Casa Anni zum Abendessen und DVD gucken.
Einen herzlichen Dank für einen schönen, entspannenden Tag an Anni und Marcöli.

Zweimal Tegel und zurück
Amerikanische Staatsbürger gehören nach Amerika und schweizerische Staatsbürger gehören auch früher oder später in die Schweiz zurück.
Am vergangenen Donnerstag ging es deshalb morgens um halb sieben auf gen Tegel, um die Tante aus dem kapitalistischen Ausland in den Flieger zu setzen. Davor haben wir noch einen lecker Kakao getrunken und die ganze Atmosphäre genossen.
Nach einer kurzen Putzaktion (das ist ja mal voll untertrieben) und einer langen Lästeraktion über amerikanische Deutsche oder deutsche Amerikaner ging es dann um halb sieben (abends) erneut zum Flughafen… diesmal um Marcöli in seinen Flieger nach Zürich zu setzen… und was tut man nicht alles für die Freundschaft, wie es dann auch immer so ist, haben wir auch direkt mal im absoluten Halteverbot geparkt und wurden „erwischt“, hatten also ergo ein Ticket am Auto zu kleben.
Um unsere wiedergewonnene Freiheit zu feiern, haben Anni und ich noch einen Feierabendtrunk im neuen potenziellen Stammlokal zu uns genommen. Köstlich!

Strafzettel Nummer zwei
Einen Tag danach gab es unter meiner Anwesenheit auch schon den zweiten Strafzettel, wegen eines Durchfahrverbots… auf dem Parkplatz steht man jahrelang und dann sowas… und das auch noch an Rikis Geburtstag, der auch Anlass für den Ausflug war. Entschädigt wurden wir allerdings durch leckere Fruchtdrinks und eine lecker türkische Pizza.

Die glühen länger vor, als wir Party machen
Samstag ging es dann mit Anna und Max auf in Richtung Frankfurt/Oder zum Helenesee… zum See??? Im Winter??? Ja, na klar, anbaden und so! Aber sicher nicht wir, vielmehr so ein paar andere verrückte Leute und dazu dann auch noch das feierliche Weihnachtsbaum versenken im See. Untermalt wurde das ganze vom furchtbarsten Musiksender Brandenburgs, der auch gleichzeitig der Grund für unseren Besuch war. Denn wenn Maxens Mama da nicht gerade arbeiten würde, wären wir nie auf die Idee gekommen, bei Blitzeis nach Frankfurt/O zu fahren… Lustig war es dennoch sehr. Highlight des Ausflugs: die Fischsoljanka, die Crêpes und die Stunts der Bundespolizei, da glüht der Helikopter länger vor, als wir Party machen.

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Inzwischen ist auch schon wieder eine Woche Uni rum und jetzt beginnt die Zeit zu rasen… in vier Wochen ist die Vorlesungszeit vorbei und das bedeutet im Umkehrschluss, dass dann die heiße Klausurenphase losgeht… von dem was ich mir für die Ferien vorgenommen hatte, konnte so gut wie nichts umgesetzt werden und so heißt es jetzt umso mehr ranklotzen.

Ansonsten hat sich nichts groß geändert… meine Tollpatschigkeit verfolgt mich auch in diesem Jahr. Das Unglück und diverse Abschiede ja sowieso…
Am Dienstag bin ich als lebende, menschliche Kugel die Treppe herunter gekullert, mich wundert es ernsthaft, dass ich bei dem ganzen Grey’s Anatomy Konsum der vergangenen Wochen noch nicht zum Arzt gerannt bin, aus der Angst heraus, dass meine Lunge rupturiert sein könnte oder ich ein Gerinsel im Gehirn habe. Darüber scherzt man nicht, ich weiß… aber ich meine ja nur mal… weh getan hat es allemal sehr.

Das war es auch mal wieder von mir, ich verabschiede mich ins Wochenende mit Babysitten und Lernerei…

Und ihr genießt mir brav die Zeit!
11.1.08 22:35
 


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